Die Zukunft der Einheit

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Will man Systeme zukünftig insbesondere über ihre enthaltenen Substanzen Stoff und Licht beschreiben, dann kommt man um folgende Neuordnung des Einheitensystems nicht herum:

1.Die Basis-Einheit der Entropie bzw. die Normaldichte ihrer Quanten ist zu definieren.
2.Die Einheit des thermischen Potentials ist zu benennen, wobei seine Dimension bereits festliegt.
3.Die missverständliche Definition einer „Einheit“ der Thermodynamischen Temperatur ist zugunsten einer expliziten Festlegung aufzugeben, an welchen Normalen welche Werte einer „Koordinierten Temperatur“ mit welchem Gerät zu messen und zu berechnen sind (ITS-90 etc.).

Das wichtigste Gerät für die Messung der Koordinierten Temperatur ist das Gasthermometer. Seine Berechnungsformel enthält als einzigen Koeffizienten die Universelle Gaskonstante, die traditionell am Tripelpunkt des Wassers mit einem vereinbarten Temperaturwert von 273,16 K festgelegt wird, womit auch alle anderen bereichsweise verwendeten Berechnungsformeln für die Koordinierte Temperatur skaliert sind.

Statt an einem Zustand kann das Kelvin auch durch eine Energiemenge definiert werden, die auf die boltzmannsche Konstante bezogen wird. Dann ließe sich die Berechnungsformel des Stoffthermometers in seinem gesamten Verwendungsbereich an einem definierten Zustandsunterschied skalieren.