Thermodynamische Temperatur

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In der Physik herrscht die Überzeugung, dass Entropie – im Gegensatz zu den anderen physikalischen Mengen – keine an einem System direkt messbare Substanz ist. Deshalb muss sich die Wärmelehre auch auf ihren Antipoden konzentrieren, auf das thermische Potential.

Die Einheit dieses thermischen Potentials, das Kelvin, ist so bedeutsam für die internationale Gemeinschaft, dass sie diese zur ständigen Überwachung an das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM) überwiesen hat. Als intensive Größe ist sie jedoch ein Fremdkörper im Internationalen Einheitensystem (SI), das von diesem Büro gehütet wird.

Die Einheit (unit) einer jeden extensiven bzw. mengenartigen Größe wird von einem einzigen Zustand repräsentiert, der sich jederzeit und überall mit einem beliebigen anderen Zustand vergleichen lässt. So ist es Brauch für alle entsprechenden SI-Einheiten. Das Kelvin kann so jedoch nicht dargestellt werden.

Bei einer intensiven Größe wie dem thermischen Potential benötigt man vielmehr ein Gerät, das beliebigen Zuständen, die miteinander im thermischen Gleichgewicht stehen, denselben Wert zuordnet. Hier ist man nun gewiss, mit dem „carnotschen Thermometer“, welches die „Thermodynamische Temperatur“ anzeigen würde, ein solches Gerät gefunden zu haben.