Planck

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Für eine konsistente Definition der Einheit der Entropie muss kein konkretes System angegeben werden, an dem sich die Anzahl seiner Entropiequanten dann systematisch bestimmen lassen muss (Möglichkeiten dazu werden im Kapitel über die Lichtmenge als extensive Größe diskutiert).

Es reicht aus, eine Quantennormaldichte festzulegen, für die eben erst dann auch ein konkretes System konstruiert werden kann, wenn man die Anzahl enthaltener Entropiequanten systematisch bestimmen kann. Ob das System dann ein sinnvolles Ausmaß hat, und ob einer Vergleichsgröße dann ein charakteristischer Wert zukommt (wie die Masse bei der Stoffmenge), ist eine andere Frage.

Die Tabelle (9.5) unterscheidet die beiden Möglichkeiten die Einheit der Entropie festzulegen, während die Lichtgaskonstante jeweils für die Kelvin-Skalierung zuständig ist:

 

Nr.

Festgelegte Größe

Abhängige Größe

Kelvin-Skalierung durch

1

Entropiemenge

Quantennormaldichte

Lichtgaskonstante

2

Quantennormaldichte

Entropiemenge

Tabelle 9.5: Es existieren zwei Möglichkeiten zur Festlegung von Entropieeinheit und Elementarmenge, solange die Lichtgaskonstante für die Kelvin-Skalierung zuständig ist.

 

Spezielle Varianten sind dabei:

Lichtgaskonstante bekommt dieselbe Maßzahl wie die Universelle Gaskonstante: Dann haben avogadrosche Konstante und Entropiequantennormaldichte ebenfalls dieselbe Maßzahl.
Lichtgaskonstante legt den Größenwert der Entropieelementarmenge auf die der boltzmannsche Konstante.
Übernahme des ursprünglichen Größenwertes für die (abgeleitete) Entropieeinheit im CGS-System in Höhe von 1 cal/Grad.
Konstruktion eines Lasers mit einer gesetzmäßig ableitbaren Photonendichte im Resonator: Um dem Prinzip unabhängiger extensiver Größen nicht zu widersprechen, müssen die bekannten Messgrößen als abhängige Größen verstanden werden, während die zu berechnende Entropiemenge die eigentlich unabhängige Größe darstellt.