Mol

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Im Rahmen des „Avogadro-Projektes“ werden Verfahren entwickelt, um zwei unterschiedliche Ziele gemeinsam erreichen zu können:

Die Anzahl der Stoffquanten eines Kristalls soll präziser als mit den bisherigen Verfahren, insbesondere dem Massenvergleich, bestimmt werden.
Um die Einheit der Masse auch durch Auszählen von „Elementarmassen“ definieren zu können, müsste man sich von ihrer Verwendung als Hilfsgröße bei der Definition des Mol trennen.

Beide Ziele wären erreicht, wenn sich das Verhältnis zwischen dem Volumen einer Kristallzelle und dem Volumen eines entsprechenden Kristalls präziser bestimmen ließe, als das Verhältnis zwischen der Masse eines Kristallatoms und der Masse des entsprechenden Kristalls. Natürlich haben auch die chemische Reinheit und der regelmäßige Aufbau des Kristalls entscheidenden Einfluss auf die Präzision und auf die Genauigkeit der Mengenbestimmung.

Statt wie bisher von einer Definition der Stoffmengeneinheit über ein makroskopisches System auszugehen, kann ebensogut auch umgekehrt die Elementarmenge des Stoffs (und mit ihr auch die avogadrosche Konstante als Quantennormaldichte) willkürlich bestimmt werden. Dann wird aus dem spezifischen Verfahren zur Bestimmung der avogadroschen Konstanten ein allgemeines Messverfahren zur Bestimmung der Stoffmenge. Zuvor muss natürlich die aktuell gegebene Quantennormaldichte so genau wie möglich bestimmt werden, um sich auch zukünftig im bereits vorgegebenen Rahmen bewegen zu können.