Watt-Waage

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Für die sog. „Watt-Waage“, die 1975 von Bryane Kibble am National Physical Laboratory (NPL) entworfen wurde, lässt sich unter gewissen Voraussetzungen eine Beziehung zwischen dem Kilogramm und dem planckschen Wirkungsquantum h herstellen, indem ein kompensatorischer Strom und eine induzierte Spannung mittels Quanteneffekten auf ein Vielfaches der Klitzing- bzw. der Josphson-Konstante zurückgeführt werden.

Die Methode erhielt ihren Namen, weil die entsprechende Bestimmungsgleichung die Dimension einer Leistung mit der Einheit Watt hat.

Der Strom wird zur Kompensation der Gewichtskraft eines Objekts durch eine magnetische Kraft benötigt, die zwischen einer mit der Waagschale verbundenen Spule und einem Trägerfeld aufgebaut werden kann, während die Spannung induziert wird, wenn in einem zweiten Schritt das im Detail unbekannte Trägerfeld ausgemessen wird. Normalerweise würde man nunmehr das Wirkungsquantum aus der Testmasse und der lokalen Erdbeschleunigung ableiten. Doch das Ziel besteht hier umgekehrt darin, die Masse eines Kilogramms durch Festlegung des Wirkungsquantums abzuleiten.