Clausius

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Die Dimension des thermischen Potentials ist „Joule / Planck“, so dass sich der Zusammenhang zur universellen Dimension, dem „Joule“, aus der Entropie ergibt. Die Dimension der Koordinierten Temperatur ist „Kelvin“, das mit der universellen Dimension über die boltzmannsche Konstante verbunden ist. Ein thermisches Potential würde seine Dimension folglich nur dann mit der Koordinierten Temperatur teilen, wenn die Elementarmenge der Entropie gemäß Gleichung (5.26) direkt auf die boltzmannsche Konstante bezogen würde. Die Entropie sollte jedoch genausowenig wie die Stoffmenge direkt an die Kelvin-Skala angepasst werden.

Da es also nicht sinnvoll ist, ein thermisches Potential in Kelvin anzugeben, sollte ihrer Dimension ein eigener Name gegeben werden. Naheliegend wäre eine Benennung nach dem Physiker Rudolf Clausius, der den „Zweiten Hauptsatz“ entwickelt und zugunsten einer Ableitung der Thermodynamischen Temperatur eingesetzt hatte. Kelvin und Clausius, die sich gleichermaßen um die Entwicklung der Wärmelehre bemüht und verdient gemacht haben, waren außerdem Zeitgenossen. Gegen diese Wahl würde höchstens sprechen, dass das Clausius eine erst seit 1978 unzulässige, abgeleitete Einheit der Entropie innerhalb des CGS-Systems war (1 Cl = 1 cal/K).