Konsistentes Definitionsschema

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Die Masse eines Referenzsystems für ein Kilogramm bestimmte sich gemäß Gleichung (9.1) aus dem Verhältnis zweier Volumina, das als Extension einer gegebenen „Elementarmenge der Masse“ (Masse eine 28Si-Atoms) interpretiert werden kann. Entsprechend formulierte sich die Definition der Einheit des Kilogramms:

Das Kilogramm ist die Einheit der Masse; es ist gleich der Masse eines Kristalls, das … 28Si-Atome enthält.

Diese Definition ist vorbildlich für die Definition der Einheit der Stoffmenge, die aktuell aus einem makroskopisch bestimmten Referenzsystem (0,012 Kilogramm 12C) abgeleitet wird. Wird die Stoffelementarmenge (oder mit der avogadroschen Konstante die Quantennormaldichte) zur Ausgangsgröße mit einem fixen Größenwert gemacht, ließe sich die Einheit der Stoffmenge dann so definieren:

Das Mol ist die Einheit der Stoffmenge; es ist gleich der Stoffmenge eines Systems, das 6,022…·1023 Stoffquanten enthält.

Die Verwendung des Begriffs Stoffquanten anstatt Teilchen ist angemessener, da für chemische, kernchemische oder elektrische Umwandlungsvorgänge unterschiedliche Mengengrößen entwickelt werden müssen, bzw. in Teilen bereits entwickelt worden sind. Diese Rückführbarkeit ist eine essentielle Eigenschaft physikalischer Mengengrößen und sollte genauso für die Entropie gelten:

Das Planck ist die Einheit der Entropiemenge; es ist gleich der Entropiemenge eines Systems, das … Entropiequanten enthält.

Die Einheitlichkeit dieses Definitionsschemas ist tatsächlich gebrochen, weil das Kilogramm letztlich nicht auf ein Massequant, sondern auf ein Stoffquant bezogen wird, nämlich auf ein 28Si-Atom.