Schwund

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Bei mittlerweile drei Gelegenheiten, die jeweils 40 bis 60 Jahre auseinander liegen, wurde die Masse des Internationalen Kilogrammprototyps (IPK) mit den Massen der offiziellen Kopien verglichen, die teils als wohlbehütete nationale Standards, teils als national oder international eingesetzte Arbeitskopien Verwendung finden und von daher unterschiedliche Grade der Abnutzung aufweisen müssen. Das Ergebnis dieser systematischen Vergleichsmessungen zeigt, das die Massen in gewisser Weise mit der Zeit auseinanderlaufen. Die Abbildung (9.1) weist Abweichungen von bis zu 5 x 10–8 (= 50 ppb) seit ihrer ersten Kalibrierung auf.

Da sich alle Messungen auf den Internationalen Kilogrammprototypen beziehen, definiert dessen Masse die y-Achse, unbeschadet der Möglichkeit, dass es seine Masse ist, die systematische Abweichungen aufweist [Quelle].

Welches der Normale am Ende welche Abweichungen von seinem Ausgangswert aufweist, das ließe sich nur nachweisen, wenn die Massen nicht allein unter sich vergleichbar wären, sondern wenn sie im Rahmen einer physikalischen Beziehung auf eine Konstante bezogen werden könnten. Entsprechende Projekte laufen unter den Namen „Watt-Waage“ und „Avogadro-Projekt“.

 

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Abbildung 9.2: Ergebnis aus drei Vergleichen zwischen der Masse des Internationalen Kilogrammprototyps (Horizontale bei Null) mit den Massen der offiziellen Kopien, die teils als wohlbehütete nationale Standards, teils als national oder international eingesetzte Arbeitskopien Verwendung finden und von daher unterschiedliche Grade der Abnutzung aufweisen.