Gewicht und Masse

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Loránd Eötvös und Kollegen zeigten 1906 mit einer empfindlichen Torsionswaage, dass die wechselseitige Anziehung zwischen Körpern von ihrer stofflichen Zusammensetzung unabhängig sein muss. Dies bedeutete insbesondere, dass die Fallkurven aller Körper im Vakuum identisch sind, weswegen die „träge Masse“, aus der die Scheinkräfte bei Beschleunigungen erwachsen, und die „schwere Masse“, aus der sich die Gravitationskraft ergibt, in einem festem Verhältnis zueinander stehen müssen. Durch geeignete Festlegung der Dimension der Gravitationskonstante kann dieses Verhältnis zu „1“ gemacht werden.

Damit ist es statthaft, die vom „Internationalen Kilogrammprototyp“ (IPK) abgeleiteten Kopien untereinander bzw. gegen das IPK nicht durch ihre Trägheit, sondern durch ihre Schwere im Gravitationsfeld der Erde zu vergleichen. Auch die Bezeichnung der Kilogrammprototypen als Gewichte ist damit gerechtfertigt.