Überzogene und angemessene Ansprüche

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Das zentrale Projekt der Wärmelehre war bis jetzt die Entwicklung einer Theorie des thermischen Potentials, um Entropie nicht messen zu müssen. Dieses Projekt ist gescheitert.

Die Hüterinnen der Einheiten sind der lahmenden Wärmelehre mit einer vereinbarten Temperaturskala (ITS-90, PTLS-2000 etc.) zur Seite gesprungen, indem sie – ohne die physikalischen Zusammenhänge zu kennen – einer erheblichen Anzahl von Zuständen Werte zuschreiben, die ihr thermisches Potential jeweils haben sollte.

Durch die geplante Ableitung des Kelvin aus einer Änderung der Inneren Energie eines Idealen Gases geben sie diese Verantwortung zurück, denn hier geht es nur noch darum, die Messung einer Temperatur und nicht mehr gleichzeitig die eines thermischen Potentials zu vereinbaren, weswegen ein etwas weniger bombastischer Name als „Thermodynamische Temperatur“ angebracht wäre.

Wie die Lichtstärke, die sich zwar aus der Strahlstärke ableitet, aber durch eine informationstragende dimensionslose Hellempfindlichkeitskurve entscheidend aufgewertet wird, kann diese Temperatur zur Basisgröße werden, wenn ihre Werte aus einem sinnvollen Netz von Normalen und Umrechnungsvorschriften hervorgehen.

Die Ableitung von Werten des thermischen Potentials bleibt der Wärmelehre überlassen, die sich diesem Ziel entscheidend nähern wird, wenn sie Entropie als direkt messbare Größe deklariert.