Radio- und Photometrie

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Die Messung (Radiometrie) elektromagnetischer Strahlung erfolgt in verschiedenen spezifischen Größen, die sowohl den Raumwinkel, in dem die Quelle beobachtet wird, als auch das Spektrum und die Flächenausdehnung der Quelle selbst berücksichtigen. Während sich Fläche und Raumwinkel unvermittelt messen lassen, können in die frequenzbezogenen Größen Charakteristiken des verwendeten Messinstruments eingehen (Photometrie).

Physikalische Größen, die sich an einer Lichtquelle unvermittelt bestimmen lassen, können photometrisch bewertet werden, insbesondere im Hinblick auf die Hellempfindlichkeitskurve des menschlichen Auges. Natürlich können umgekehrt auch photometrisch bestimmte, z.B. gerätespezifische Größen in die entsprechende physikalische Größe umgerechnet werden.

Lichttechnische und lichtphysikalische Größen haben dieselbe Einheit, weshalb ihre Größensymbole mit entsprechenden Indizes gekennzeichnet werden. Der Index „e“ kennzeichnet strahlungsphysikalische („bereinigte“) Größen, der Index „v“ (visuell) diejenigen Größen, bei denen die subjektiven Eigenschaften des menschlichen Auges einfließen.

 

Physikalisch

Photometrisch gewichtet

Größe

Einheit

Strahldichte

Leuchtdichte

Candela pro Quadratmeter

W m-2 sr-1

Strahlstärke

Lichtstärke

Candela

W sr-1

Bestrahlungsstärke

Beleuchtungsstärke, spezifische Lichtausstrahlung

Lux

W m-2

Strahlungsleistung (Leuchtkraft)

Lichtstrom

Lumen

W

Bestrahlung

Belichtung

Luxsekunde

J m-2

Strahlungsarbeit

Lichtarbeit (Lichtmenge)

Lumensekunde

J

Tabelle 9.4: Korrespondenz zwischen physikalischen und photometrischen Größen. Das Zeitintegral über den Lichtstrom wird sowohl Lichtarbeit als auch Lichtmenge genannt, was nicht mit der zur Entropiemenge äquivalenten Lichtmenge zu verwechseln ist.