Energiemenge vs. Lichtmenge

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Die Leistung elektromagnetischer Strahlung wird mit speziellen thermischen Empfängern (Kryoradiometern) gemessen und mit elektrischer Heizleistung (in Watt) verglichen. Von der empfangenen Energie kann nicht ohne weiteres auf die Anzahl empfangener bzw. absorbierter Lichtteilchen geschlossen werden. Selbst wenn diese Anzahl bekannt wäre, ließe sich umgekehrt nicht direkt auf die Änderung der Lichtmenge in dem lichtemittierenden System schließen, weil ausgesendete Lichtteilchen nachproduziert werden.

Dieser komplexe Zusammenhang liegt auch der selten gebrauchten Definition der „Lichtmenge“ zugrunde, mit der keine Photonenmenge bezeichnet wird, sondern eine photometrisch gewichtete Strahlungsenergie, welche aus dem Integral eines Lichtstroms über der Zeit entsteht.

Dies macht verständlich, warum grundsätzlich die Energie des Lichts im Mittelpunkt steht, dagegen kaum einmal die Photonenzahl oder Photonendichte. Dabei lässt sich immerhin monochromatische Strahlung einer bestimmten Leistung direkt auf die Photonenstromdichte herunterrechnen, womit sich die Candela als eine entropienahe, nämlich zur Anzahl der Lichtteilchen kompatible Maßeinheit darstellt.