Candela

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Die Strahlstärke (Einheit: W sr-1) von Lichtquellen kann radiometrisch ohne Einfluss gerätespezifischer Größen ermittelt werden. Die so ermittelten „Helligkeiten“ entsprechen im allgemeinen jedoch nicht der Wahrnehmung des Menschen, der beispielsweise gelbes Licht heller als rotes oder blaues Licht an sich gleicher Strahlstärke empfindet.

Um nachzumessen, mit welcher Helligkeit der Mensch eine Lichtquelle wahrnimmt, müssen die dafür verwendeten Photometer das Licht bei unterschiedlichen Wellenlängen also möglichst genauso bewerten wie das menschliche Auge. Die spektrale Hell-Empfindlichkeit des menschlichen Auges bei Tageslicht wird durch die sogenannte „Hellempfindlichkeitskurve“ V(λ) nachvollzogen, die von der „Commission Internationale de l'Éclairage“ (CIE) erstmals 1924 ermittelt und veröffentlicht wurde.

Der Zusammenhang zwischen radiometrischer Strahlstärke einerseits und ihrem photometrisch gewichtetem Pendant mit der Einheit Candela andererseits hat eine so große technische und wirtschaftliche Bedeutung, dass das Procedere der Messung und Umrechnung zwischen den Einheiten dem BIPM übertragen wurde.

Die Candela ist letztlich eine radiometrische Einheit, die die Eigenschaften des menschlichen Auges berücksichtigt: Als SI-Basiseinheit der Lichtstärke gewichtet sie die Strahlstärke einer Lichtquelle (Strahlungsleistung pro Raumwinkel) mit der spektralen Hellempfindlichkeit eines auf scharfes Sehen eingestellten Auges (sog. „2° Standard-Beobachter“).