Elektrische Ladung

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Die Vorstellung einer Elementarmenge der elektrischen Ladung nahm vor allem aufgrund folgender Leistungen Gestalt an:

1910 bestimmt Robert Andrews Millikan 1910 die Größe der Elementarladung relativ präzise.
1911 hält Charles Thomson Rees Wilson erstmals die Spuren einzelner Alpha- und Beta-Teilchen (=Elektronen) mit einer weiterentwickelten Nebelkammer photographisch fest.

Aufgrund des elektrolytischen Zusammenhangs zwischen Stoffmenge und Ladungsmenge (die an einer Elektrode abgeschiedene Stoffmenge ist proportional zur elektrischen Ladung, die dafür durch den Elektrolyten geschickt werden muss) hätte eine Möglichkeit zur Definition der Ladungsmenge darin bestehen können, die Maßzahlen ihrer Quantennormaldichten in ein angemessenes Verhältnis zu setzen, da Stoffquanten eine physikalisch bestimmte gradzahlige Anzahl von Ladungsquanten tragen.

Tatsächlich wurde nicht die Einheit Ladung, sondern die des elektrischen Stroms definiert, nämlich über dessen magnetische (Absolutes Ampere) bzw. über dessen chemische (Internationales Ampere) Wirkung und dann umgekehrt die Einheit der Ladung daraus abgeleitet. Die Maßzahlen der Quantenormaldichten von Stoff und elektrischer Ladung kamen dadurch in ein unsignifkantes Verhältnis von knapp 105.