Zeit

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Mit seinen Entscheidungen betreibt der Mensch Physik par excellence: Externe Abläufe werden auf den Lauf seiner Inneren Uhr bezogen, um koordiniert vorgehen zu können. Umgekehrt dient das Uhrwerk des Himmels seit je der Koordinierung gesellschaftlicher Abläufe und der Inneren Uhr des Menschen als Master für mittel- und langfristige Termini.

In jüngster Zeit hat sich die gesellschaftliche Dynamik durch elektronische Schaltungen, die Abläufe mittels schnellstgetakteter künstlicher Uhren bzw. Schwingquarze koordinieren, neu entfaltetet. Dieser Takt ist genauso jenseits sinnlicher Wahrnehmung wie die atomare Körnung des Stoffs. Ohne dieses Exaktheit wären weder Datenströme zu synchronisieren noch Positionen mittels Satellitennavigation zu bestimmen.

Die technisch-wissenschafliche Bedeutung der Zeit beruht auf Repräsentanten, die bestimmte Vorgänge zyklisch und mit gleicher Dauer im Prinzip beliebig lange wiederholen können. Wegen der Zyklizität lassen sich die Vorgänge am selben Ort beobachten, wegen der gleichbleibenden Dauer solcher Zyklen laufen zu unterschiedlichen Zeiten gestartete baugleiche Uhren synchron.

Zeit parametrisiert Zustände zu einer Zustandsfolge und da bestimmte Zustandsfolgen niemals in umgekehrter Reihenfolge beobachtet werden, scheint Zeit eine bestimmte Richtung zu haben.