Massequant

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Die Tatsache, dass die Einheit des Kilogramm durch ein Unikat repräsentiert wird, lässt ahnen, dass die Physik an sich kein Massequant kennt (Ausnahme). Die vergleichsweise schwache Kopplung massebehafteter Teilchen mit dem Gravitationsfeld und in Unkenntnis darüber, wie man ein Gravitationsfeld ein- und ausschaltet, machen es aussichtslos, eine Elementarmasse analog zur Elementarladung z.B. mit einem angepassten Öltröpfchenversuch ermitteln zu wollen.

Einer der Versuche, die aktuelle Bindung der Einheit des Kilogramm von einem Unikat zu lösen und stattdessen eine universelle Messvorschrift zu eablieren, widmet sich der Bestimmung der Anzahl der (weitestgehend identischen) Atome eines definierten Objekts. Liegt die Masse dieses Atoms fest, dann kann auf die Masse des Objekts hochgerechnet werden.

Dies schmeckt zwar stark nach der klassischen Definition einer Mengengröße, doch die Masse eines Stoffquants ist im Gegensatz zur Stoffelementarmenge selbst keine Konstante: Sie variiert sowohl mit dem Bindungs- und dem Anregungs- als auch mit dem Bewegungszustand. Nicht umsonst wurde die Definition des Mol 1980 dahingehend spezifiziert, dass sich die 12C-Atome der Referenzstoffmenge „im ungebundenen Zustand, in Ruhe und im Grundzustand“ befinden sollen.

Masse ist wie Stoff keine Erhaltungsgröße. Sollte es Massequanten geben, dann stellt sich die Frage, mit welchen Mengensorten sich Masse so umwandelt, dass die Zahl der Massequanten in einem (masseundurchlässigen) System zu- oder abnehmen kann.

Wie bei elektrischer Ladung sollte es „Botenteilchen“ geben, die die Wechselwirkung von Objekten mit „gravitativer Ladung“ vermitteln und deren Menge im Rahmen einer universellen Wärmelehre ebenso bilanziert werden müsste, wie die Menge an Licht- bzw. Entropieteilchen.