Masse

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Das Prinzip der Unzerstörbarkeit von Materie einerseits und das Prinzip der Erhaltung der Masse bei chemischen Reaktionen andererseits haben die „gefühlte“ Identität von Materie im Allgemeinen und Masse im Besonderen stark befördert, zumal wir Objekte im allgemeinen lokalisiert, ausgedehnt und dabei in erster Linie materiell denken.

Strenggenommen begründet Masse die Beziehung eines Objektes zum Raum, was ohnehin oftmals als die „ursprünglichste Natur“ eines Objektes wahrgenommen wird. Auch elektrische Ladung hat damit etwas zu tun, doch ohne Masse kann daraus kein Spiel werden. Drehimpuls und Stoffmenge lassen sich dagegen ohne Raum bzw. ohne Bewegung in ihm einführen. Für die Wärmelehre hat Raum keine physikalische Bedeutung (zur Volumenarbeit siehe hier) und die Quantenmechanik kennt keine Eigenwerte des Ortes.

Die Definition einer extensiven Größe ist für Masse nicht erfüllt: Durch die Extension eines massebehafteten Systems verschiebt sich grundsätzlich das Quellgleichgewicht anderer Mengengrößen (Beispiel: Zusammensetzung des Plasmas selbstgravitierender Sterne). Dies könnte mit der Quantendichte der „Botenteilchen“ zusammenhängen, die die Wechselwirkung von Objekten mit „gravitativer Ladung“ vermitteln und deren Dichte bei der betrachteten Extension definitionsgemäß ebenfalls konstant bleiben müsste.