Länge

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Die Länge ist aus zweierlei Gründen eine fundamentale physikalische Größe:

Physikalische Größen aller Disziplinen lassen sich entweder über eine Relation zwischen Längen definieren oder gesetzmäßig auf einen Abstand zurückführen.
Die Definition der Länge hat paradigmatischen Charakter für die Definition physikalischer Mengengrößen.

Die Geschichte der Längenmessung ist eine Geschichte der letztlich willkürlichen Festlegung des physischen Repräsentanten der Längen-Einheit. Leider hatte dies Vorbildcharakter für den Umgang mit den Einheiten anderer physikalischer Größen: Es wurde nicht ausreichend deutlich realisiert, dass quantisierte Größen den Repräsentanten ihrer Einheit – nämlich das jeweilige Quant – per se mit sich bringen und von daher keiner vergleichbaren Prozedur unterworfen werden müssen.

Intensive Größen bekommen ihre Dimension dagegen grundsätzlich über bereits existierende extensive Größen zugewiesen. Daran ändert auch die Einführung einer Konstanten nichts, durch die eine intensive Größe scheinbar eine eigene Einheit bekommt. (Beispiel: Die ursprüngliche Dimension der Gastemperatur, nämlich „Energie pro Stoffmenge“, wird mittels einer Konstanten („Universelle Gaskonstante“) in „Thermodynamische Temperatur“ transformiert. Die einzige physikalische Bedeutung dieses Vorgangs besteht in einer Umskalierung).

Nichtsdestotrotz ist es möglich, ein Normal für einen bestimmten Größenwert vorzugeben, wie es etwa bei der Thermodynamischen Temperatur der Fall ist.