Die weiche Lösung

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Um letztlich doch noch aus Temperaturmessungen auf ein thermisches Gleichgewicht schließen zu können, stellt der „Nullte Hauptsatz“ folgendes Postulat auf:

Wenn ein System A sich mit einem System B und System B sich mit einem System C im thermischen Gleichgewicht befindet, so befindet sich auch A mit C im thermischen Gleichgewicht.

Die Bedeutung des „Nullten Hauptsatzes“ ist einfacher zu ermessen, wenn man sich System B als (systemisches) Thermometer vorstellt, das in zwei identischen Ausführungen bei System A und System C dieselbe Temperatur anzeigt.

Die Essenz dieses Postulats liegt nun darin, dass die Zustände der Systeme A und C unverändert bleiben sollen, wenn ihr thermischer Kontakt mit dem jeweiligen System B gelöst und ein solcher unter ihnen selbst hergestellt wird.

Wäre der „Nullte Hauptsatz“ ausnahmslos erfüllt, dann ließe sich thermisches Gleichgewicht zwischen separaten Systemen also mittels systemischer Temperaturen prognostizieren. Handelt es sich beim „Nullten Hauptsatz“ um ein physikalisch gerechtfertigtes Postulat?