Die radikale Lösung

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Für eine temperaturunabhängige Definition des thermischen Gleichgewichts ist es naheliegend, sich an der Definition des chemischen Gleichgewichtes zu orientieren, das vorliegt, wenn der Nettofluss an Stoffquanten zum Erliegen gekommen ist:

Thermisches Gleichgewicht liegt vor, wenn kein Nettofluss an Quanten oder Portionen des „Wärmestoffs“ bzw. der Entropie (lokal oder über die Systembegrenzung) zu verzeichnen ist.

Den „thermischen Kontakt“ zwischen zwei Systemen kontrolliert man, indem man Entropie über ihre Begrenzung fließen lässt oder diesen Austauch verhindert. Temperatur spielt bei dieser Definition keine Rolle.

Soweit so gut. Allerdings gibt es mit dieser Definition ein elementares Problem: Die Wärmelehre weiss nicht was Entropie ist und kann deswegen auch nicht kontrollieren, ob Entropie fließt oder ob ein Fließgleichgewicht besteht.

Ohne direkte Kontrolle der Entropie benötigt man konstruktive Antworten auf die eingangs aufgeworfenen beiden Fragen. Diese kommen vom „Nullten Hauptsatz“, der es letztlich erlaubt, aus Temperaturmessungen auf ein thermisches Gleichgewicht schließen zu können.