Potentialnormal

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Ein Normal für das thermische Potential enthielte idealerweise nur Entropie und repräsentierte in jedem Zustand auch eine Energie, die über eine entsprechende Dispersionsrelation mit der Entropie zusammenhinge. Jede Zustandsänderung eines solchen Entropie-Reservoirs ist durch das thermische Pensum und die Änderung seines Inventars an Entropie bestimmt. Das Verhältnis aus beiden stellt gegebenenfalls sein thermisches Potential dar.

Dass die Definition der Thermodynamischen Temperatur aus einem Ansatz abgeleitet wird, der thermische Pensa berücksichtigt, ohne Änderungen im Entropie-Inventar in Betracht zu ziehen, stellt eine wesentliche Einschränkung dar, die einer physikalischen Begründung bedurft hätte.

Eines der beiden Entropie-Reservoire steht mit Wasser (einer bestimmten Zusammensetzung) an seinem Tripelpunkt im thermischen Gleichgewicht, woraus sich eine ganz wesentliche Unterscheidung ableiten lässt:

Das Entropie-Reservoir ist (über seinen gesamten Zustandsbereich) ein Normal für die Thermodynamische Temperatur.
Das System mit dem Tripelpunkts-Wasser ist ein Normal für eine Referenz-Temperatur.

Das Modell reiner Entropie-Reservoire ist zweifellos von großer Bedeutung und beleuchtet einen universellen Aspekt physikalischer Mengengrößen: Reinen Reservoiren ist über eine charakteristische Funktion eine Energie zugeordnet. Ob man ein solches reines Reservoir realisieren kann und welche Dispersionsrelation zwischen (reiner) Entropie und Energie besteht, ist eine andere Frage.