Universelles Thermometer

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Die Universelle Temperatur spielt in allen Überlegungen zu den Grundlagen der Wärmelehre eine entscheidende Rolle. Mit ihr wird die gute Sitte der Thermometrie, Temperatur aus einer Beziehung zwischen Größen abzuleiten, die für möglichst viele Systeme und über einen möglichst großen Zustandsbereich konsistente Ergebnisse erbringt, auf die Spitze getrieben:

Eine Temperatur, die sich aus einer Beziehung zwischen Größen ableitet, die für alle Systeme konsistente Ergebnisse erbringt, ist eine Universelle Temperatur.

Hat man diese Beziehung gefunden, ist man am Ende aller Mühen. Die Skala, die sich mit ihr ergibt, darf als universell gelten, es sei denn man hat Grund zur Annahme, dass es weitere universelle Temperaturfunktionen gibt, die davon grundsätzlich verschiedene Skalen errichten.

Von einer Universellen Temperaturfunktion wäre zu erwarten, dass alle relevanten Mengen so mit ihren energiekonjugierten Größen eingehen, dass sich die neutrale Einheit „Joule“ ergibt und sie sich paarweise kürzen. Nur die Entropie würde naturgemäß ohne ihre energiekonjugierte Größe auftreten und so für die spezifische Einheit sorgen.

De facto hat man keine praktikable Vorschrift, nach der sich definitiv Werte der universellen Temperatur ablesen ließen. Alles was man hat, weicht in der Berechnung früher oder später voneinander ab, wobei die Ideale Gasgleichung beispielhaft für einen relativ großen Temperaturbereich als Universelle Temperatur auftritt.