Pyrometer

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Pyrometer zeigen Größenwerte an, die aus dem Spektrum der elektromagnetischen Strahlung eines Objektes (grundsätzlich substanzunabhängig) anhand des stefan-boltzmannschen Gesetzes abgeleitet werden, bei denen es sich jedoch um keine konsistenten Temperaturwerte handelt:

Pyrometrisch abgeleitete Temperaturwerte sind weder untereinander noch im Verhältnis zur Gastemperatur in ausreichendem Maße konsistent bzw müssen nach (empirisch gewonnenen) Formeln in konsistente Temperaturwerte umgerechnet werden.

Dies wird im allgemeinen so interpretiert, dass das stefan-boltzmannsche Gesetz im konkreten Fall nur näherungsweise gelten würde, womit der Anspruch aufrechterhalten wird, die Temperatur wenigstens im Grenzfall richtig ableiten zu können.

Dieser Grenzfall bestünde in der Anwendung auf einen „planckschen Strahler“. Da hierfür Hohlräume mit geschwärzter und aufgerauter Innenoberfläche eingesetzt werden müssen, liegt damit kein universeller Grenzfall wie beim Idealen Gas vor, dessen Temperatur sich unabhängig von dem enthaltenen Stoff nach demselben Gesetz ergibt.

Das stefan-boltzmannsche Gesetz bzw. die plancksche Strahlungskurve werden mit Hilfe idealisierender Annahmen über die Wechselwirkung zwischen stofflichen und photonischen Quanten abgeleitet. Adäquatere Wechselwirkungsmodelle sollten es erlauben, sowohl Emissionspektren als auch Photonendichten angemessener darzustellen. Mit letzterem machte man den entscheidenden Schritt zur direkten Bestimmung der Entropie eines Systems.