Scheitern des Beweisschemas

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Die konventionelle Entropie-Definition scheitert aus mehreren Gründen. Einer davon besteht darin, dass sich der „Zweite Hauptsatz“ nicht bewahrheiten lässt. Dies hat unmittelbar zur Folge, dass die „Elementarannahme“ (über die Stoffunabhängigkeit des carnotschen Wirkungsgrads) logisch in der Luft hängt.

Selbst wenn die „Elementarannahme“ wahr sein sollte, so ist das aus folgendem Grund nicht hinreichend für eine universell gültige Entropie-Definition: Bei dem Beweis der Existenz eines universellen thermischen Potentials fließen mehrere Annahmen ein, die die Gültigkeit der Entropie-Definition auf Systeme einschränken würde, denen a) Entropie folgenlos entzogen werden kann, in denen sich b) Entropie wie eine Erhaltungsgröße verhält und deren Bilanz erstellt werden kann, obwohl die noch gar nicht definierte Entropie als einzige Veränderliche auftritt.

Da es sich hier um Bedingungen handelt, die keineswegs als universell erfüllt angenommen werden können, muss die herkömmliche Entropie-Definition als gescheitert betrachtet werden.

 

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Abbildung 6.6: Das Scheitern des idealen Beweisschemas (siehe Abbildung 6.5).