Lichtgas als isothermes Entropie-Reservoir?

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Im Prinzip muss auch bewegte Entropie („Wärmestrom“) mit einem Transport von Impuls und Energie einhergehen. Unter diesem Gesichtspunkt bietet sich – völlig unabhängig von entsprechenden Überlegungen im Zusammenhang mit Hohlraumstrahlung – tatsächlich eine radikale Lösung für die Natur „reiner“ Entropie-Reservoire an. Dieser Lösung sind wir bereits bei der Rückführung der mittleren kinetischen Energie eines Stoffteilchens als Element eines Idealen Gases begegnet. Besteht analog dazu auch Entropie aus (chemisch gehemmten) impulsbehafteten Partikeln, dann muss sich deren Energiebilanz ebenfalls aus einem einzigen derartigen Pensum ableiten lassen.

Ein solches Entropie-Reservoir darf natürlich keinen Stoff enthalten, da ein verschiebbares Fließgleichgewicht zwischen stofflichen und entropischen Partikeln zu erwarten wäre, womit weitere Pensa entstehen würden. Wenn jetzt Entropieteilchen mit Lichtteilchen identifiziert werden, weil Lichtpartikel unter normalen Bedingungen nicht miteinander reagieren, sie Impuls enthalten und sich ihre Energie tatsächlich wie beim Stoffgas aus Teilchenzahl und thermischem Potential darstellen lässt, dann scheinen wir einer Lösung für Entropie-Reservoire mit nur einem Pensum ganz nahe zu sein.

Doch die boltzmannsche Ableitung von Energie- und Entropiedichte der Hohlraumstrahlung – das Paradebeispiel eines Entropie-Reservoirs – zeigt, dass es ohne ein mechanisches Pensum nicht geht, welches inbesondere zur Wahrung isothermer Verhältnisse anfallen wird.