Äpfel und Birnen

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Der Antagonismus, der mit dem Vergleich „reversibler“ (kompensationsfrei umkehrbarer) und natürlicher (kompensationsfrei nicht umkehrbarer) Prozesse verbunden ist, wird offenbar, wenn man sich darauf besinnt, dass der „Zweite Hauptsatz“ Aussagen über reversible Prozesse macht, die im Kontext der Wärmelehre per se bidirektional sind, wobei Richtung und Gegenrichtung entweder nur gemeinsam möglich oder nur gemeinsam unmöglich sein können.

Aus diesem Grund verbietet der „Zweite Hauptsatz“ mit dem explizit angesprochenen Prozess – implizit aber unmissverständlich – zugleich auch dessen Gegenrichtung. Das hat nun folgende Konsequenz:

Will man einen Widerspruch zur Elementargewissheit erkennen, wenn der Prozess in der explizit gegebenen Richtung erlaubt wird, dann muss man auch einen Widerspruch darin erkennen, den Prozess in der Gegenrichtung zu verbieten.
Dieser Prozess in Gegenrichtung ist es aber gerade, der vom „Zweiten Hauptsatz“ implizit mit verboten wird. Soll der „Zweite Hauptsatz“ wahr sein, dann darf auch diese implizite Aussage nicht im Widerspruch mit einer wahren Aussage stehen, jedoch bekommt man ihn als unabweisbare Mitgift, wenn man die logische Umkehrung der expliziten Aussage des „Zweiten Hauptsatzes“ im Widerspruch zur Elementargewissheit sehen möchte.
Der Versuch, den „Zweiten Haupsatz“ logisch mit der Elementargewissheit zu konfrontieren, führt also zu einem inneren Widerspuch, der sich nicht überwinden lässt.

Der Beweis des „Zweiten Hauptsatzes“ mit Hilfe der Elementargewissheit muss also scheitern, weil er Dinge miteinander vergleicht, die sich schon aus physikalischen Gründen nicht vergleichen lassen: Ein natürlicher Ausgleichsvorgang lässt sich nicht kompensationsfrei rückgängig machen.