Beweisschema

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Der Algorithmus (6.8) , mit dem das carnotsche Thermometer eine Thermodynamische Temperatur aus den Werten zweier Wärmen und einer Referenztemperatur ableitet, leitet sich direkt aus der Gleichung (6.6) ab, mit der die folgende „Elementarannahme“ mathematisch umgesetzt wurde:

Der thermische Wirkungsgrad eines carnotschen Prozesses hängt nur von den thermischen Potentialen der dabei verwendeten Entropie-Reservoire ab.

Die Wahrheit dieser Annahme soll mit Hilfe des „Zweiten Hauptsatzes“ nach dem Schema eines Widerspruchsbeweises gewiss gemacht werden:

Die Elementarannahme ist dann wahr, wenn sich entweder ihre logische Umkehrung oder eine ihr direkt widersprechende Aussage in einen Widerspruch mit einer wahren Aussage verwickeln lässt.
Dies wäre erfüllt, wenn a) der „Zweite Hauptsatz“ eine wahre Aussage ist und sich b) ein Widerspruch zwischen ihm und einer zur Elementarannahme gegenteiligen Aussage herstellen ließe.

Unabhängig davon, dass der „Zweite Hauptsatz“ in keiner seiner Varianten evident ist und sein Beweis undurchführbar ist, weil er sich in einen Antagonismus verstrickt, soll gezeigt werden, aufgrund welcher Argumentr folgende Ausage im Widerspruch zum „Zweiten Hauptsatz“ gesehen wird:

Der thermische Wirkungsgrad eines carnotschen Prozesses ist eine systemspezifische Funktion.