Elementarannahme

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Da die Evidenz der „Elementargewissheit“ mit Leichtigkeit auf den eingangs benötigten „Zweiten Hauptsatz“ überzugehen scheint und sich höchstens die praktische Unbrauchbarkeit des sich ausgansg ergebenden carnotschen Thermometers bemängeln ließe, gilt das Augenmerk der Wärmelehre im wesentlichen dem Beweis der Elementarannahme aus dem „Zweiten Hauptsatz“. Dieser Mittelteil wurde jedoch hintangestellt, weil unabhängig davon sowohl die Ouvertüre als auch das Finale des Beweisgangs durchfällt:

Der „Zweite Hauptsatz“ ist unbeweisbar
Das carnotsche Thermometer zeigt kein Universelles Thermisches Potential an

Mit dem Mittelteil des Standard-Beweises – nunmehr einen Widerspruch zwischen dem „Zweiten Hauptsatz“ und einer Aussage herzustellen, die die logische Umkehrung der Elementarannahme darstellt – müssten wir uns eigentlich gar nicht mehr befassen, da ihm die wichtigste Voraussetzung fehlt, um nützlich werden zu können, dass nämlich der „Zweite Hauptsatz“ als wahr gelten darf.

Der Vollständigkeit halber soll dieser Teil des Beweises hier wenigstens skizziert und auf einen ihm innewohnenden Widerspruch hingewiesen werden. Unabhängig davon und ohne Einfluss auf die Brauchbakeit des carnotschen Thermometers wäre bestenfalls festzustellen, dass die Elementarannahme nicht zwingend falsch ist.