Carnotscher Kreisprozess

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Eine Wärmekraftmaschine führt einen carnotschen Kreisprozess aus, wenn ihr Zustand sich abwechselnd isotherm und entropie-adiabat ändert und sie nach zwei isothermen und zwei entropie-adiabaten Zustandsänderungen wieder ihren Ausgangszustand erreicht.

Für die Entropiedefinition wird darüberhinaus ausgenutzt, dass sich jeder beliebige Kreisprozess durch eine ausreichend große Zahl einander abwechselnder isothermer und entropie-adiabater Zustandsänderungen approximieren lässt.

Nach einem Kreisprozess der carnotschen Maschine sind die Zustandsänderungen folgender sechs Reservoire aufeinander bezogen:

1.Vier Impuls-Reservoire für die vier aufeinanderfolgenden Zustandsänderungen bzw. Zustandsunterschiede der carnotschen Maschine.
2.Zwei isotherme Entropie-Reservoire für die beiden isothermen Zustandsänderungen bzw. Zustandsunterschiede der carnotschen Maschine.

Eines der beiden Entropie-Reservoire steht vereinbarungsgemäß im thermischen Gleichgewicht mit Wasser spezifischer Zusammensetzung an seinem Tripelpunkt (Referenzsystem), dem eine Thermodynamische Temperatur von 273,16 K (Referenztemperatur) zugeschrieben wird. Das andere Entropie-Reservoir steht im thermischen Gleichgewicht mit demjenigen System, dessen (unbekannte) Thermodynamische Temperatur bestimmt werden soll.