Thermodynamische Temperatur

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Die Physik erhebt den Anspruch, zumindest theoretisch über ein Gerät zu verfügen, mit dem das thermische Potential eines jeden Systems gemessen werden kann: Das „carnotsche Thermometer“ stellt das thermische Potential eines beliebigen Zustandes aus zwei Wärmebilanzen und dem vereinbarten thermischen Potential eines Referenzzustandes als „Thermodynamische Temperatur“ dar.

Anders als beim Gasthermometer soll angenommen werden dürfen, dass die Anzeige des carnotschen Thermometers für sämtliche seiner miteinander im thermischen Gleichgewicht stehenden Zustände denselben Wert anzeigt. Zugunsten dieser Annahme wird ein Widerspruchsbeweis unter Zuhilfenahme des „Zweiten Hauptsatzes“ geführt. Dieser scheitert jedoch auf ganzer Strecke, weil der „Zweite Hauptsatz“ 1) in dem benötigten Zusammenhang unlogisch ist und weil für die Ableitung der Thermodynamischen Temperatur 2) unsichere, unnötige und sogar physikalisch unsinnige Annahmen getroffen werden müssen. So ist ein carnotsches Thermometer nicht nur unpraktikabel, sondern in seiner Anzeige auch noch ohne die gewünschte physikalische Bedeutung.

Da ein solches Thermometer ohnehin nicht realisiert werden kann, vereinbart die Weltgemeinde der Physiker seit je, a) welche Thermometer b) welche Temperatur-Normale c) auf welche Weise extrapolieren sollen. Außerhalb des Gültigkeitsbereichs eines Gasthermometers und ohne zuverlässigen Rückschluss auf die Boltzmannverteilung besteht keine Gewissheit, ob man damit überhaupt noch die Thermodynamische Temperatur anzeigt.

Zwar stand eine praktische Messung der Thermodynamischen Temperatur nie zur Debatte, doch mit der Universalität seiner gedachten Anzeige bricht auch die Möglichkeit zusammen, über das carnotsche Thermometer eine universelle Definition der Entropie abzuleiten. Damit wird man auf die Frage zurückgeworfen, welche Substanz sich hinter der Entropie verbirgt und wie ihre Menge bemessen werden kann. Dieses Handbuch bietet darauf die Antwort, dass es sich bei der Substanz um Licht handelt, und dass sich ihre Menge aus der Anzahl ihrer Quanten und einer Licht- bzw. Entropieelementarmenge bemisst.