Messung

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Der Wertevorrat einer intensiven Größe entwickelt sich nicht wie der einer extensiven Größe durch einen Abzählvorgang oder über eine universelle Vergleichsvorschrift aus einer Einheit, die willkürlich festgelegt werden kann bzw. die sie in Gestalt ihrer Quanten von Haus aus mit sich bringt.

Er ergibt sich messend nur mit Hilfe eines Temperometers, welches das Verhältnis zwischen der Änderung einer Energiemenge und der bedingten Änderung einer extensiven Größe anzeigen kann. Dafür lassen sich zwei Ausführungsformen unterscheiden:

Anzeige auszuwertender Mengenunterschiede (Beispiel „carnotsches Thermometer“)
Anzeige als Zustand (Beispiel „Gasthermometer“)

Bei intensiven Größen von ihrer Maßeinheit zu sprechen, birgt einen Widerspruch da sich der Wertevorrat einer intensiven Größe nicht aus dem Vergleich mit einem einzigen, invarianten Objekt (unit) entwickeln lässt, das einen solchen individuellen Größenwert repräsentiert (egal ob mit Maßzahl 1 oder nicht).

Eine Besonderheit stellt die Messung des Drucks dar, der an die Stelle der Transportgeschwindigkeit als ursprünglicher intensiver Größe rückt, wenn ein System aus (lokal begrenzten) Teilchen mit einer spektralen Verteilung des Impulses bei verschwindendem Gesamtimpuls betrachtet wird. Eine Druckmessung beruht letzten Endes immer auf der Rückführung einer Kraft auf die zeitliche Änderung des Impulses eines Körpers. Da dafür jeder beliebige Körper verwendet werden kann, handelt es sich dabei definitionsgemäß um ein Temperometer.