Ersatzgrößen

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Die intensiven Größen eines Systems bestehen aus partiellen Ableitungen seiner Energie nach denjenigen extensiven Größen, die das Inventar des Systems bestimmen. Kennt man also die Energiefunktion, so sind alle intensiven Größen mitbestimmt.

Im allgemeinen ist diese Energiefunktion jedoch unbekannt, weswegen man sich die intensiven Größen eines Systems anderweitig beschaffen muss. Dabei ergibt sich folgendes Dilemma:

Eine intensive Größe ergibt sich aus der Energiefunktion eines Systems. Da diese systemkonstituierend ist, gilt dies auch für die intensive Größe.
Ihre Ersatzgröße kann dagegen nur mit entsprechenden Ersatzgrößen anderer Systeme validiert werden, ohne die Garantie zu haben, selbst nach Errichtung eines konsistenten Netzwerkes an Ersatzgrößen die Skala der eigentlichen intensiven Größen umfassend richtig abzubilden.

Die Erfüllung folgender beiden Kriterien ist demnach nur eine notwendige Vorraussetzung dafür, die echten „intensiven“ Größe mit einem konsistenten Netzwerk an Ersatzgrößen abbilden zu können:

1.Ersatzgrößen müssen für zwei Systeme aus unterschiedlichen Isorationalen immer dann identische Größenwerte haben, wenn diese im Hinblick auf die energiekonjugierte Menge im Fließgleichgewicht stehen.
2.Die fraglichen Ersatzgrößen müssen dieselbe Dimension wie die gesuchte intensive Größe aufweisen.

Selbst wenn beide Bedingungen erfüllt sind, ist also immer noch nicht gewährleistet, damit auch die eigentliche intensive Größe darzustellen. Insbesondere der erste Punkt bietet dafür keine Garantie, da die Konstruktion solcher Größen willkürlich vorgenommen wird.