Universelle Energiefunktion

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Aufgrund der chemischen bzw. der kernchemischen Hemmung sind wir es gewohnt, Systeme insbesondere nach stofflichen Kriterien zu unterscheiden und ihnen individuelle Eigenschaften bis hin zur Betrachtung als Entitäten zuzubilligen.

Grundsätzlich sollte sich jedes System durch dieselbe Universelle Energiefunktion beschreiben lassen, wobei sich ihre spezifischen Eigenschaften dann aus der Abwesenheit bestimmter physikalischer Mengen bzw. Komponentenmengen ableiten.

In diesem Falle gäbe es nur eine Rechenvorschrift für die Ableitung der intensiven Größen eines Systems, nämlich als partielle Ableitungen einer einzigen universellen Energiefunktion. Dann gäbe es auch Universelle Potentiale, d.h. für jede intensive Größe jeweils nur eine Dispersionsrelation, egal um welches System es sich handelte.

Eine solche Universelle Energiefunktion ist weder bekannt noch in ihrer Existenz als bewiesen anzusehen. Gleichwohl entsteht in diesem Zusammenhang der Begriff des „Universellen thermischen Potentials“ bzw. der „Universellen Temperatur“ und muss gegen die verwandten Größen – vom thermischen Potential bis hin zur Thermodynamischen Temperatur – abgegrenzt werden.

Diese Überlegungen sind im Zusammenhang mit der vom carnotschen Thermometer angezeigten Thermodynamischen Temperatur entscheidend, welche als Universelles thermisches Potential gilt, obwohl sie nur auf der Basis unphysikalischer Annahmen zustandekommt.