Temperatur

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Eine „chemische Temperatur“ hebt auf die Beziehung zwischen Systemen ab, die eine stoffdurchlässige Verbindung aufweisen, d.h. die Stoff miteinander austauschen können. Für jedes dieser Systeme wäre die „chemische Temperatur“ als Verhältnis gewisser Größen des Systems so zu modellieren, dass folgende Bedingung in einem gewissen Zustandsbereich erfüllt ist:

Chemische „Temperaturfunktionen“ haben genau dann denselben Größenwert, wenn der Stoffaustausch zwischen den Systemen, denen sie zugeordnet sind, trotz stoffdurchlässigen Kontakts zum Erliegen gekommen ist.

Diese analoge Definition würde natürlich dazu führen, dass sich die chemische Zusammensetzung von Systemen, die Stoff austauschen können, im chemischen Gleichgewicht nivelliert hat. Die zerstörerische Kraft eines „Chemischen Thermometers“ könnte nur beim Idealen Gas nicht zum Tragen kommen. Tatsächlich stehen zwei Ideale Gase, die mit entropisch und impulsiv temperierten Wänden (Doppelkolben als Wärmebrücke) inelastisch stoßen auch im chemischen Gleichgewicht.

Diese Überlegungen weisen auf eine Besonderheit hin, die wiederum hilfreich für das Verständnis von Entropie ist: Systeme behalten ihre chemische Zusammensetzung auch deshalb, weil Atome und Moleküle unter üblichen Bedingungen kernchemisch weitestgehend gehemmt sind, d.h. Wasserstoff bleibt Wasserstoff (als Mixtur verschiedener Assoziationsstufen des Wasserstoffs, also H, H2, H3 etc.), weil sich die Kernbestandteile im besagten Gleichgewicht eben nicht zu einem spezifischen Spektrum von Atomen aus dem Periodischen System der Elemente (PSE) zusammenfinden. (Nicht zuletzt deshalb lässt sich Stoff durch anderen Stoff räumlich begrenzen.)

Anderenfalls würde die „chemische Temperatur“ durchaus praktische Bedeutung gewinnen (solange die Substanz eines möglichen Beobachters kernchemisch gehemmt bleibt), da ein chemischer Kontakt zwischen Systemen (solange die Substanz ihrer Wandungen kernchemisch gehemmt bleibt) nicht zu qualitativ neuen Mixturen führen kann. Das ist umgekehrt ein Hinweis darauf, dass es entweder keine Entropie-Komponenten gibt, oder dass diese umwandlunsgenthemmt in einem „chemischen“ Gleichgewicht vorliegen.