Hemmung

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Ohne chemische Hemmung würde die gibbssche Fundamentalform stets nur ein einziges chemisches Pensum berücksichtigen. Ohne chemische Hemmung wäre unsere Lebenswelt jedoch „Brei“ und böte uns keine materielle Hülle an, um Materie selbst zu gestalten.

Mit chemischer Hemmung können dagegen mehrere chemische Gleichgewichte nebeneinander existieren, die durch ebensoviele voneinander unabhängige Stoffmengen in die Fundamentalform eingehen. Besteht das System schließlich nur aus Komponenten, die weder (chemisch) dissoziieren noch sich (chemisch) assoziieren können, mithin chemisch völlig gehemmt sind, dann hätte eine Änderung im stofflichen Inventar Auswirkungen nur noch auf das mechanische Pensum (falls Stoffquanten mit Impulsportionen einhergehen) oder auf das elektrochemische Pensum (falls Stoffquanten mit Ladungsportionen einhergehen).

Systeme im festen Aggregatszustand sind in jeder Hinsicht chemisch gehemmt: Weder ihre stofflichen Quanten noch die Systeme selbst können sich an einer chemischen Umwandlung beteiligen (was u.U. auch für den flüssigen Aggregatszustand gilt). Eine entfernt vergleichbare Situation liegt auf atomarer Ebene vor: Weder die atomar „kondensierten“ Elementarteilchen (ein Oxymoron) noch die Atome selbst, zu denen sie kondensiert sind, stehen für kernchemische Umwandlungen zur Verfügung. Eine analoge Situation auf makroskopischer Ebene ist nicht unmittelbar zu erkennen, da die Bedeutung von Umwandlung, die von den (spekulativen) Austauschbosonen der Gravitation vermittelt wird, im Zusammenhang mit Raum und Zeit geklärt werden muss.