Abgrenzung zur Thermik

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Das thermische Gleichgewicht zwischen Gasen wird durch den Kontakt ihre beiden Wandungen vermittelt. Die spektrale Verteilung des Lichts in den Wandungen ist im thermischen Gleichgewicht nur dann gleich, wenn Zusammensetzung und Anordnung (Kristall) ihrer Stoffquanten gleich ist. Anderenfalls muss sich eine mehr oder weniger große Übergangszone im Kontaktbereich zwischen den Wandungen ausbilden, in der die unterschiedlichen Verteilungen ineinander übergehen können.

Dagegen können Stoffquanten, die von einem System zum anderen wandern, im Komponentenspektrum nur dann wandern, wenn sie chemisch reagieren, wobei das Ergebnis ausgesprochen selektiv ist, denn es kommen (wenn überhaupt) nur bestimmte Komponenten aus dem Gesamtspektrum in Frage, die mit den im System vorherrschenden niht übereinstimmen müssen. Hier erhebt sich folgende Frage:

Stoff kann komponentenweise mit sich im Gleichgewicht stehen. Gilt dies auch für Licht?

Während sich jedes Lichtquant innerhalb eines Stoffquantengitters (euphemistisch ausgedrückt) in ein Lichtquant beliebiger Frequenz und Richtung verwandeln kann, ist dies für Stoffquanten nicht möglich: Unter gewöhnlichen Bedingungen wandelt sich ein Stoffquant nur in einen begrenzten Ausschnitt des Gesamtspektrums an Komponenten um. Oder in Analogie zum thermischen Gleichgewicht: Es existiert kein „Quantengitter“, dessen Gitterpunkte eine beliebige Umwandlung der Stoffquanten innerhalb des gesamten Stoffkomponentenspektrums vermitteln könnte. Gleichwohl stellt sich die Frage:

Stoff im festen Aggregatszustand kann mit Licht eines kontinuierlichen Spektrums im Gleichgewicht stehen. Kann Licht im festen Aggregatszustand mit Stoff, das alle Komponenten beinhaltet, im Gleichgewicht stehen?