Mechanisch

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Als mechanische Größen werden hier Länge, Zeit und Masse zusammengefasst.

Sowohl die physikalische Länge als auch die physikalische Zeit folgen dem Definitionsmuster extensiver Größen. Auch kann ihre Messung sinnvoll auf eine einzige Maßverkörperung zurückgeführt werden. Folgende Konstellationen lassen es jedoch aussichtslos erscheinen, diese als physikalische Mengen behandeln zu können: Portionen bzw. Quanten der Länge bzw. der Zeit müssten sich

transportieren und im Austausch zwischen Systemen energetisch bewerten lassen.
vernichten und/oder produzieren lassen – sofern kein Erhaltungssatz besteht.

Dagegen scheint die Masse die wichtigste Voraussetzung extensiver Größen zu erfüllen, nämlich mit dem übrigen Systeminhalt proportional zu extendieren. Doch die Tatsache, dass sich kernchemische Gleichgewichte auch bei idealer Extension mit der Masse unter entsprechenden Umständen (Sterninneres) verschieben können, verrät die Masse als eine nicht-extensive Größe.

Tatsächlich sind die mechanischen Größen konstitutiv für den Impuls (bzw. für die kinetische Energie), dem es an einer charakteristischen Eigenschaft einer extensiven Größe mangelt, nämlich quantisiert zu sein. Zusätzlich werden diese benötigt, um das Ausmaß an Energie aller anderer Formen zu berechnen. So ist die elektrische Spannung über die mechanische Arbeit definiert, die zur Verschiebung einer elektrischen Ladung (in einem elektrischen Feld) zu verrichten ist.

Gleichwohl hat die Definition mechanischer Größen exemplarischen Charakter, weshalb ihnen auch ein eigenes Kapitel gewidmet ist.