Größentypen

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Wenn es um ihre grundlegenden Eigenschaften geht, werden physikalische Größen normalerweise nicht nach einem „Typ“ unterschieden. Gleichwohl ist ihre Einteilung in extensive und intensive Größen wohlbekannt, die hier als die beiden wesentlichen Größentypen voneinander abgegrenzt werden sollen und die sich auch von Grund auf in der Art und Weise unterscheiden, wie ihre Werte zustandekommen.

Es gibt eine begrenzte Anzahl extensiver Größen, die nach einem einheitlichen, grundsätzlich zustandsunabhängigen Schema und ohne Kenntnis physikalischer Gesetzmäßigkeiten definiert werden können.
Und es gibt eine entsprechende Anzahl mit ihnen energiekonjugierter intensiver Größen, die mit einem Wertevorrat verbunden sind, der sich nur in Kenntnis physikalischer Gesetzmäßigkeiten realisieren lässt, die hier mit der Zustandsfunktion der Energie verbunden sind.

Von der Betrachtung weiterer pragmatisch definierter Größen soll hier abgesehen werden.

 

Größentyp

Einheit bzw. Referenzobjekt

Messergebnis

extensiv

Invariante Maßverkörperung, die sich mit jedem System unabhängig von dessen Zustand vergleichen lässt

Wie oft erscheint die Maßverkörperung (als Repräsentant der „Maßeinheit“) im Objekt?

intensiv

Primärmessgerät, das mit jedem System unabhängig von dessen Zustand ein bestimmtes Fließgleichgewicht ausbilden kann

Was „kostet“ die Änderung einer Menge energetisch, wenn in dem fraglichen Zustand alle anderen Mengen im System konstant bleiben?

Tabelle 1.1: Unterscheidung extensiver und intensiver Größen

 

Meist wird nicht zwischen extensiven und mengenartigen Größen unterschieden. Während alle mengenartigen Größen extensiv sind, gilt der Umkehrschluss nicht, da sich für Mengen Transportgleichungen aufstellen lassen sollen, was insbesondere bei geometrischen Größen nicht möglich ist.