Stoffquanten

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Wie abstrakt das Mengenkonzept der Wärmelehre sein kann, zeigt sich insbesondere an der Stoffmenge, bei der man eigentlich die wenigsten Schwierigkeiten erwarten sollte, ist es doch mittlerweile unumstritten, dass sich die Materie aus kleinsten Bausteinen aufbaut, von denen wir 80 stabile und z.Z. 38 instabile Sorten bzw. „chemische Elemente“ kennen.

Als Max Planck für seine Ableitung der spektralen Dichte der Hohlraumstrahlung die These einer quantisierten Lichtmenge formulierte, stand die These einer quantisierten Stoffmenge zwar in vieler Hinsicht gut motiviert im Raum, doch einen direkten Beweis für sie hatte man noch nicht gefunden.

Einen ersten direkten Beweis lieferte erstmals Albert Einstein 1905 mit seiner Erklärung der brownschen Bewegung. Einen weiteren direkten Beweis erbrachte 1920 Otto Stern, der das Maximum in der Geschwindigkeitsverteilung temperierter Silber-Atome messen konnte und damit ebenfalls die Endlichkeit der Teilchenzahl in einer definierten Stoffmenge nachwies.