Messung

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Messen lässt sich die Stoffmenge nur, wenn man über ein Objekt verfügt, das eine bestimmte Stoffmenge repräsentiert, und wenn man weiss, wie sich die fragliche Stoffmenge mit der des Objektes vergleichen lässt. Das war bis 1971 folgendermaßen geregelt:

Repräsentant für 1 Mol: 1 Gramm Wasserstoff.
Vergleichsvorschrift: Die Menge einer Stoffportion entspricht derjenigen Menge an Wasserstoff, die sie vollständig zu binden oder in Verbindungen zu ersetzen vermag.

Wegen der Fähigkeit der Elemente, sich in multiplen Proportionen zu binden, war diese Definition nicht eindeutig und musste im Einzelfall unter Berücksichtigung der Wertigkeit spezifisch in Val angegeben werden. Von diesem Problem befreite man sich 1971 mit der Aufnahme des Mol in das SI durch folgende Vereinbarung:

Repräsentant für 1 Mol: 0,012 Kilogramm des Kohlenstoffnuklids 12C.
Vergleichsvorschrift: Die Menge einer Stoffportion entspricht derjenigen Menge des Kohlenstoffnuklids 12C, die aus genauso vielen Einzelteilchen besteht wie die zu bemessende Stoffportion.

Bei beiden Definitionen läuft es darauf hinaus, die molare Masse von Elementen und Verbindungen zu ermitteln, um Stoffmengen schlicht auswiegen zu können.

Sofern sich das System mit der fraglichen Stoffmenge isochymisch in den Zustand eines Idealen Gases überführen lässt, kann im thermischen und mechanischen Gleichgewicht mit einem Referenzobjekt, welches sich ebenfalls im Zustand des Idealen Gases befindet, aus dem Volumenverhältnis die Stoffmenge abgeleitet werden. Liegt es als Festkörper bei ausreichend hoher Temperatur vor, so erlaubt das dulong-petitsche Gesetz die Ermittlung der Stoffmenge aus Temperaturmessungen. Nämliches gilt natürlich für das Ideale Gas selbst.