Stoff

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Bei der Annahme, dass die Stoffmenge zur Chemie gehören und in der reinen Physik nicht benötigt würde [Moore 1990,4], handelt es sich um eine krasse Fehleinschätzung. Die Physik muss die Stoffmenge bei Zustandsbetrachtungen genauso berücksichtigen wie Impuls, Drehimpuls, Ladung und Entropie und hat von daher auch den Auftrag, ihre Einheit zu definieren.

Jedes Atom und jedes Molekül verfügt über ein Potential zur Umwandlung und damit auch zur makroskopischen Umgestaltung, welches in der Wärmelehre ja auch gleichrangig mit allen anderen Umwandlungsvorgängen behandelt wird. Alle Atome und Moleküle, die sich ineinander umwandeln können, repräsentieren deshalb die Elementarmenge des Stoffs. Die chemische Umwandelbarkeit der Stoffquanten – infolge von Dissoziation oder Assoziation – bedingt, dass die Stoffmenge keine Erhaltungsgröße ist.

In einem Gas setzt chemische Umwandlung ein, sowie sich die Wechselwirkung der Stoffteilchen bemerkbar zu machen beginnt, d.h. sowie aus dem Idealen ein Reales Gas wird. Die kontinuierliche spektrale Impulsverteilung von Stoff- und Lichtteilchen lässt es von Anfang an zu, dass die Stoffteilchen ein Assoziations- bzw. Dissoziationsgleichgewicht eingehen können. Chemische Inertheit – etwa bei den Edelgasen – stellt nur einen Grenzfall dar.