Planck und Boltzmann

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Sowohl Max Planck als auch Ludwig Boltzmann (dieser verstarb 1906) hätten mit der Entwicklung bzw. Veröffentlichung der „Hohlraumstrahlungskurve“ folgende Frage aufwerfen können:

Welche physikalische Bedeutung hat die Tatsache, dass sowohl die boltzmannsche Entropie der Hohlraumstrahlung als auch die plancksche Anzahl ihrer Photonen proportional zur dritten Potenz der Temperatur der Wandung der Hohlraumstrahlung ausfallen?

Mit dieser Frage wäre eine Chance verbunden gewesen, die Natur der Entropie über die Quanten des Lichts zu entschlüsseln. Doch galten atomistische Theorien zu Lebzeiten Boltzmanns weithin als akademisch, zumal sie sich allenfalls auf Stoff bzw. Materie als dem einzig relevanten „Baustoff“ des Universums beschränkten. Auch der Äther als Medium für elektromagnetische oder gravitative Wechselwirkung galt als Kontinuum. Über kurz oder lang hätten jedoch wenigstens folgende Asymmetrien auffallen müssen:

Während die Entropiemenge ohne substanzielle Identität geblieben ist, taucht die substanzielle Lichtmenge in der gibbsschen Fundamentalform nicht auf, obwohl sie von Max Planck 1900 erfolgreich eingeführt worden war.
Während die Quanten der Lichtmenge bekannt sind, wurden Quanten der Entropie niemals gesucht, obwohl sich Mengengrößen nach und nach als quantisiert herausstellten.

Beide Asymmetrien lassen sich sofort heilen, wenn Entropie und Licht als identisch angesehen werden.