Dispersionsrelation

  Vorangehende Seite Nächste Seite Für die Druckfunktion wird JavaScript benötigt!  

Bei isochorer Erwärmung des Lichtgases entfällt die Volumenarbeit und die Änderung seiner Energie schlägt sich komplett im thermischen Pensum nieder. Enthält das Lichtgas nur Lichtteilchen und ist ihre Energie ε ausschließlich (also ohne Photon-Photon-Wechselwirkung etc. berücksichtigend) gegeben durch

0530

5.30

dann liegt dieselbe Situation vor wie beim Stoffgas: Die energetische Bewertung einer Änderung des Impulsinventars wird auf die energetische Bewertung der Änderung des Entropie-Inventars abgewälzt. Während dieses beim Stoffgas fiktiv bleibt, ist es beim Lichtgas eindeutig über die Anzahl enthaltener Licht- bzw. Entropieteilchen definiert. Für eine korrekte Umrechnung muss das entsprechende thermische Potential in Anschlag gebracht werden.

Im übrigen würde dies auch für den ruhemassebehafteten Impuls gelten, d.h. es müsste sich für die Stoffmenge ebenfalls ein Potential finden lassen, welches Änderungen der kinetischen und der chemischen Energie korrekt aus der Stoffmengenänderung ableitet. Dem steht allerdings entgegen, dass sich die Stoffmenge – anders als bei Licht! – im idealen Grenzfall gar nicht mehr ändert, während die kinetische Energie der Teilchen weiterhin variabel ist. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum „Wärme“ über eine fiktive Hilfsgröße statt über Stoff- und Lichtmenge abgerechnet wird.