Lichtgas

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Das bekannteste Lichtgas ist die sog. „Hohlraumstrahlung“. Dabei handelt es sich um ein Ensemble impulsbehafteter (offenbar komponentenloser) Lichtquanten, die von einer stofflichen Wandung umschlossen werden, mit der diese im thermischen Gleichgewicht stehen.

Das plancksche Strahlungsgesetz und der boltzmannsche Ansatz für die gibbssche Fundamentalform der Hohlraumstrahlung erlauben einige Schlussfolgerungen mit bedeutsamen Konsequenzen für die Natur bzw. die Substanz der Entropie:

Entropie- und Photonendichte treten wegen derselben Temperaturabhängigkeit (~ T³) als direkt proportional zueinander auf, weshalb für die Entropiemenge dieselbe Quantisierungsbedingung gilt wie für die Lichtmenge, womit Entropie und Licht aus denselben Quanten bestehen müssen.
Durch die „Entdeckung“ ihrer Quanten wird Entropie zur direkt messbaren extensiven Größe, der als Basis-Größe eine eigene SI-Einheit gebührt.
Damit entkoppeln sich die Skalen von thermischem Potential, der zur Entropie energiekonjugierten intensiven Größe, und der zukünftigen Basis-Größe „Koordinierte Temperatur“.
Die Temperaturfunktion der Hohlraumstrahlung bildet die Kelvin-Skala ab, wenn zusätzlich zur willkürlich bestimmbaren Entropieelementarmenge eine Lichtgaskonstante eingeführt wird, weshalb Hohlraumstrahlung als weiteres Primär-Thermometer für die Koordinierte Temperatur in Frage kommt.