Mengenartigkeit

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Oftmals wird a) Extensivität und b) Mengenartigkeit einer Größe als synonym aufgefasst. Das ist nicht ganz unproblematisch, weil die Mengenartigkeit einer Größe ganz pragmatisch sowohl auf ihre Verteilbarkeit als auch auf ihre Umverteilbarkeit im Raum und damit letztlich auf die Existenz einer Transportgleichung abhebt.

Dabei handelt es sich jedoch um eine einengende Vorstellung, da auf diese Weise dem Impuls eine Sonderrolle zugewiesen wird: Quanten bzw. Portionen der fraglichen Größe müssen sich in Symbiose mit impulsbehafteten Entitäten befinden (als ein Aspekt der Umverteilbarkeit). Auf Stoff und Ladung scheint dies zwar generell zuzutreffen (und de facto auch auf Drehimpuls), doch für Entropie ist die Situation noch ungeklärt.

Ein zweites Charakteristikum mengenartiger Größen ist ihre Quellfähigkeit (als ein Aspekt der Verteilbarkeit), genauer: der Umstand, dass ihre Quanten sich sowohl erzeugen als auch vernichten lassen. Dies trifft auf alle extensiven Größen wie Stoff, Licht, Ladung und Drehimpuls zu, in Teilen natürlich nur unter Berücksichtigung eines Erhaltungssatzes. Da Impuls zwar portionsweise, jedoch nicht in Quanten auftritt, muss seine Quellfähigkeit im Lichte der Stoßgesetze in Verbindung mit seinem Erhaltungssatz interpretiert werden. Die Entropie nimmt eine Sonderstellung ein, da sie „reversibel“ erhalten bleiben, „irreversibel“ jedoch nur quellen soll.

Unter diesen Gesichtspunkten kommen geometrische Größen wie Volumen, Fläche und Länge als mengenartige Größen nicht in Frage, obwohl sie unter Umständen formal als extensive Größen behandelt werden können.