Prozessuale Zustandsmengen

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Während die Wärmelehre nur zu dem einen Zweck geboren wurde, Zustände aufzudecken und zu beschreiben, wurde ihr von Anbeginn abverlangt, die Vorgänge der Welt auf Zustandsübergänge abzubilden: Die in Tabelle 4.1 aufgeführten „prozessualen Zustandsmengen“ werden von der Wärmelehre missverständlich als „reversible Prozesse“ ausgewiesen, durch die ein System quasi-statisch getrieben werden könne.

Dies ist ein aussichtsloses, ja ein trügerisches Unterfangen, denn in einer Beschreibung von Zuständen, die einem System – genauer: einer spezifischen Ausgangskomposition an Quanten – zugänglich sind, ist eine dynamische Verbindung zwischen den Zuständen nicht notwendig enthalten.

Tatsächlich bergen die Zustandsfunktionen der Wärmelehre keinerlei dynamische Aspekte, weshalb „prozesshaftes“ Denken hier – wie bei der Einbeziehung des „Zweiten Hauptsatzes“ mit dramatischen Folgen geschehen – immer Gefahr läuft, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

 

Randbedingung

Prozessuale Zustandsmenge

Name

Beispiele

Name

Definition

Isointensität

Isothermie

Isobarie

Isarithme

Alle Elemente weisen dieselben Größenwerte einer bestimmten intensiven Größe auf.

Isoextensität

Isentropizität

Isoenergetizität

Isochymizität

Isoquante

Alle Elemente weisen dieselben Größenwerte einer bestimmten extensiven Größe auf.

Isorationalität

Isorationale

Isorationale

Die Werte aller Größen zweier beliebiger Elemente gehen durch dieselbe Extension auseinander hervor.

Adiabasie

Impuls-Adiabasie

  (Isochorizität)

Entropie-Adiabasie

Stoff-Adiabasie

Adiabate

Bei externer Bilanz wird für die fragliche Mengengröße kein Komparator-Reservoir benötigt.

Tabelle 4.1: Prozessuale Zustadsmengen sind keine reversiblen Prozesse, sondern Teilmengen der systemischen Zustandsmenge, die alle Zustände umfasst, die das System einnehmen kann.