Grundlagen

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Die Wärmelehre als metadisziplinäre Universaltheorie der Physik baut auf folgenden Aussagen auf, die teils axiomatischen, teils interpretatorischen Charakters sind:

1.Der Zustand eines Systems ist als Ensemble physikalischer Mengen bzw. als Mixtur aus Quanten unterschiedlicher Sorten aufzufassen.
2.Ein Zustandsunterschied (missverständlich: Zustandsänderung) bezieht sich immer auf das Inventar im System. Es handelt sich dabei im allgemeinen nicht um die Mengen, die mit der Systemumgebung ausgetauscht werden müssten, um diesen Inventarunterschied hervorzurufen.
3.Es existiert eine Zustandsfunktion Energie, aus der sich alle Umwandlungseigenschaften der Quanten ableiten.

Die Wärmelehre interessiert sich nicht für eine „gesetzmäßige“ zeitliche Abfolge von Zuständen (siehe Abbildung 4.3) , sondern bezieht stattdessen Zustände ausschließlich stationär aufeinander. Dies geschieht in zweierlei Hinsicht:

Die Mengen eines Zustandes bzw. eines Systems lassen sich in allen Zuständen mit den im System enthaltenen Elementarmengen vergleichen und dadurch bemessen.
Die Potentiale eines Zustandes bzw. eines Systems lassen sich unter bestimmten Randbedingungen („Fließgleichgewichte“) mit den Potentialen anderer Zustände bzw. Systeme vergleichen und dadurch bemessen.

Die Vorstellungswelt der Mechanik ist für ein Verständnis der Gesetze der Wärmelehre hinderlich. Die Übertragung prozesshafter Kategorien der Anschauung von der Mechanik auf die Wärmelehre hat die Analyse von Wärme auf dem Niveau eines „Wärmestroms“ ausgebremst und dadurch das grundlegende Verständnis der Entropie als Substanz verhindert.