Gibbssche Fundamentalform

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Die gibbssche Fundamentalform, aus der sich die Konsequenzen der Existenz der Zustandsgröße „Energie“ ziehen lassen, lässt an der Gleichrangigkeit mengenartiger Größen χi keinen Zweifel:

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4.1

Deshalb sollten diese auch nach universellen Regeln definiert werden. Jedes Größensystem und jedes Einheitensystem, das maßgeblich auf mengenartigen Größen aufbaut, hat sich dieser Forderung zu stellen.

Während die Wärmelehre die Existenz einer Entropie urspünglich aus der Einschränkung des thermischen Potentials auf eine universelle Temperaturfunktion ableitete, impliziert der universelle Ansatz für die gibbssche Fundamentalform die Existenz einer thermischen Substanz, die genauso messbar sein muss wie die bereits etablierten extensiven Größen.

Mit der gibbsschen Fundamentalform wird der Unterschied dE, den zwei infinitesimal benachbarte Zustände eines Systems in ihrem jeweiligen energetischen Inventar aufweisen, auf Beiträge δEi (Pensa) bezogen, die sich unmittelbar aus den entsprechenden Inventarunterschieden dχi der betroffenen Mengen und den sog. Dispersionspotentialen ξi ergeben. Dabei ist es üblich, die Zustandsfunktion ξi als die zur physikalischen Menge χi „energiekonjugierte“ Größe zu bezeichnen.

Die Bedeutung der Funktionen ξi wurde im Rahmen der Wärmelehre nicht klar abgegrenzt, weil zwei ihrer wichtigsten Vertreter als Druck bzw. Thermodynamische Temperatur identifiziert wurden, ohne die damit einhergehenden Beschränkungen ausreichend zu reflektieren. Wäre die Zustandsfunktion der Energie E(χi) bekannt, dann ließen sich alle Funktionen ξi aus ihren jeweiligen Dispersionsrelationen ableiten.

Dass sich Systeme unter irdischen Bedingungen nach ihrem stofflichen Inhalt unterscheiden lassen, ist der chemischen und kernchemischen Hemmung zu verdanken.