7. Einheitentypen

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In diesem Handbuch werden zwei „Familien“ physikalischer Größen unterschieden:

Mechanische Größen
Energiekonjugierte Größen

Die beiden Größenfamilien sind über die Energie miteinander verbunden. Die drei mechanischen Größen werden ausnahmslos als extensive Größen behandelt, egal ob sie einen Mengencharakter haben oder nicht, und erlauben es, die mit einem Bewegungszustand bzw. mit seiner Änderung verbundene Energie unter beliebigen Umständen zu bestimmen.

Extensive und intensive Größen treten energiekonjugiert auf und erstellen jeweils paarweise eine Energieform, deren Dimension von den mechanischen Größen vorgegeben wird. Aus diesem Grund kann immer nur eine von zwei energiekonjugierten Größe als Basisgröße auftreten.

Die internationale Meterkonvention bezog sich ursprünglich nur auf die Einheiten der drei mechanischen Größen Länge, Masse und Zeit, die sich auf vergleichsweise einfache Vergleichsvorschriften zurückführen ließen (MKS- oder CGS-Einheiten). Zwischen 1954 und 1971 kamen vier weitere Einheiten im Zusammenhang mit elektrischer Ladung, Stoff, Licht und „Wärme“ hinzu, was sich auch in der Umbenennung des Einheitensystems in „Système international d’unités“ (SI) niederschlug.

Man beschäftigte sich nunmehr also auch mit den Quanten unterschiedlicher Sorten (Ladung, Stoff, Licht), die aufgrund ihrer Unabängigkeit von den mechanischen Größen als Basisgrößen auftreten müssen und ihre Einheit quasi von Haus mitbringen. Allerdings bezog man zusätzlich auch die Einheit einer intensiven Größe in das verallgemeinerte Einheitensystem mit ein, die sich jedoch zwingend aus der Dimension der Energie und der Einheit ihrer energiekonjugierten Größe Entropie ableitet und mitnichten frei vergeben werden kann.